Einladung zum Weltwassertags-Aktionen in Dessau

Bereits seit 1993 findet jährlich am 22. März der Weltwassertag statt, ins Leben gerufen durch die Vereinten Nationen (UN). Dieser Tag soll dazu dienen, verstärkt auf das Thema Wasser mit all seinen Facetten aufmerksam zu machen. Alle zwei Jahre wird in Deutschland am Weltwassertag eine Flusslandschaft des Jahres gekürt. 2016/17 ist dies die Trave, ein Fluss in Schleswig-Holstein. Seit 2011 wird ebenfalls ein Gewässertyp des Jahres bestimmt – 2015 war es das Wattenmeer.

Auch die Stadt Dessau-Roßlau beteiligt sich in diesem Jahr mit verschiedenen Aktionen am Weltwassertag und lädt alle interessierten Bürger und Familien dazu ein. So finden um 10.00 und um 15.00 Uhr Führungen im Klärwerk Dessau statt.

Unser Verein richtet sich in der Zeit von 13.00 bis 15.00 Uhr mit einem Aktionsstand an der Elbe am Kornhaus Dessau vor allem an Kinder und Jugendliche. Unter dem Motto „Fischers Fritz fischt frische Elb-Fische“ möchten wir über die Elbe als Lebensraum für Fische informieren, die Artenvielfalt bei Spiel und Spaß vorstellen. Fische können geangelt und gebastelt werden. Die Schwimmfähigkeit selbst gebauter Schiffchen oder kleiner Flöße kann später auf der Elbe erprobt werden.

Und um 16.30 Uhr besteht die Möglichkeit, unter fachkundiger Führung eines Mitarbeiters des WWF die Elbaue im Gebiet des Saalberghau zu erkunden und sich über die Inhalte und Ziele des Naturschutzgroßprojektes an der Mittelelbe zu informieren.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

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Zum Jahresanfang möchten wir Ihnen herzlich für Ihre bisherige Unterstützung und die gute Zusammenarbeit danken. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2016!

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Informationen und Impressionen rund um Heide, Heckrind, Konik und Co…

Am 26.02.2013 lud die Hochschule Anhalt sowie die Primigenius gGmbH in das Bürgerhaus der Gemeinde Sollnitz zu einem Vortragsabend zum Thema: „Landschaftspfleger im Einsatz – Pflege wertvoller FFH-Offenlandlebensraumtypen in der Oranienbaumer Heide” ein. Dank dem Bürgermeister von Sollnitz sowie seiner Mitarbeiterin loderte bereits bei Ankunft der Gäste das Kaminfeuer und verbreitete eine gemütliche Atmosphäre im kleinen Saal des Fachwerkhauses, der alsbald so voll wie noch nie zuvor werden sollte. Kein Platz blieb mehr unbesetzt und wie immer war das Interesse groß an dem Naturschutzprojekt! Anwesend waren auch Vertreter des Biosphärenreservates und des FÖLV Mittelelbe, des Bundesforstes Mittelelbe als auch des Dübener Heidevereins.

Mit einem einleitenden Bildervortrag wurden alle Anwesenden mitgenommen auf eine Reise zu den Ereignissen und Impressionen des letzten Jahres. Da gab es einiges zu staunen und hier und da ging ein wohlwollendes Raunen durch den Saal, als der Anblick von Heckrindern und Koniks mit ihrem Nachwuchs in blütenreichen Sandrasen die Herzen höher schlagen ließen. Das letzte Jahr bot auch in Sachen Vogelfauna für die Wissenschaftler neue positive Erkenntnisse. So konnten erstmalig 5 Brutpaare des deutschlandweit sehr seltenen Wiedehopfes (Upupa epops) im Rahmen der Brutvogelerfassung registriert werden. Aber auch Vogelarten wie Schwarzkehlchen, Heidelerche und Ziegenmelker, allesamt typische Vertreter für offene bis halboffene Heidegebiete profitierten von dem bisherigen Management und konnten seit 2009 in ihrem Bestand zunehmen. Mit der Eröffnung eines für alle Interessierten frei zugänglichen Wegenetzes wurde im Frühjahr 2012, mit finanzieller Unterstützung der DBU Naturerbe GmbH sowie der Gemeinden, auch endlich der langersehnte Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger wahr, das Gebiet betreten zu können.

Nach den vielen eindrücklichen Bildern der Landschaft, der Weidetiere und einigen typischen, z. T. seltenen Vertretern der Flora und Fauna wurde es wissenschaftlich. Die neuesten Erkenntnisse der Erfolgkontrolle zeigten auf, dass die Weidetiere die gesamte Projektfläche in unterschiedlicher Intensität nutzen und einen ganz wichtigen Teil der Landschaftspflege leisten. Durch sie wurden wichtige Offenbodenstellen geschaffen als auch Vergrasungs- und Verbrachungszeiger wie das Landreitgras oder der Rainfarn reduziert. Auch die Spätblühende Traubenkirsche, eine invasive Einwanderin aus Nordamerika, konnte durch den Verbiss der Heckrinder in Schach gehalten werden. Alles in allem mehr Nischenvielfalt für seltene und typische Pflanzenarten! Die kurzrasigere, offenere aber auch vielfältigere Struktur kommt auch den tierischen Offenlandbewohnern, allen voran der Vogelfauna, zugute! Doch es gibt auch noch viel zu tun für die Entwicklung der Lebensraumtypen. Die bisher nur kleinflächige sowie punktuelle Regeneration der Besenheide-Bestände erfordert noch Handlungsbedarf. Durch einen konzipierten Lehrpfad mit Informationstafeln, der mit der Wegeeröffnung eingerichtet wurde, können sich die Besucher seit einem Jahr direkt vor Ort über die wertvollen Lebensräume, ihre Arten sowie das Beweidungsprojekt informieren und mit Glück die Weidetiere hautnah erleben.

Der Geschäftsführer der Primigenius gGmbH erläuterte schließlich, anhand von Bildern, welche Rolle der Fangstand für das Herdenmanagement und die Kontrolle der Tiergesundheit spielt, wie eine Schlachtung abläuft und welche Ziele die gemeinnützige gGmbH des Köthener NABU, in Absprache mit den Wissenschaftlern der Hochschule, in Sachen Herdenaufbau und Besatzstärke auf der Weidefläche verfolgt. Hier gilt es Tiergesundheit und die Landschaftspflegeleistung auszutarieren.

Abgerundet wurde der Abend mit der Vorführung des neuen Films „NATURa verbunden – Europäischer Naturschutz in Sachsen-Anhalt“ (Simank 2012), welcher Bestandteil einer neuen Wanderausstellung des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt ist. Die Ausstellung ist noch bis zum 02. Juni 2013 im Museum für Naturkunde und Vorgeschichte in Dessau-Rosslau zu sehen.

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