Steinkauz

Neue Lebensräume für den Steinkauz im Biosphärenreservat Mittelelbe

Der Steinkauz war früher eine relativ häufige und verbreitete Vogelart unserer Kulturlandschaft. Heute ist er bei uns in Sachsen-Anhalt kaum noch zu finden und gehört zu den vom Aussterben bedrohten Arten gemäß Roter Liste des Landes.

Die letzten bekannten Beobachtungen in der Wittenberger Region liegen bereits etwa 25 Jahre zurück. Um herauszufinden, ob und unter welchen Lebensraumbedingungen die kleine Eulenart an der Elbe wieder heimisch werden könnte, hat der Förder- und Landschaftspflegeverein Biosphärenreservat „Mittelelbe“ e.V. gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Wittenberg, der Biosphärenreservatsverwaltung und den regionalen Ornithologen ein kleines Projekt initiiert, das finanziell u.a. durch das Landesverwaltungsamt Halle (EU- und Landesmittel) und den Landkreis Wittenberg unterstützt wird.

Auf der Grundlage umfangreicher Recherchen und Voruntersuchungen ist zu prüfen und abzuwägen, ob mittel- bis langfristig eine Wiedereinbürgerung des ehemals in der Elbaue vorkommenden Steinkauzes in der Wittenberger Elbauenregion realisierbar ist. Bei positiver Einschätzung ist im Ergebnis der Voruntersuchungen ein Konzept für die praktische Umsetzung der Wiederansiedlung des Steinkauzes aufzustellen. Die Zielstellung des Gesamtprojektes besteht im Aufbau einer langfristig lebensfähigen, frei beweglichen Steinkauz-Population im Gebiet.

Da unser Wissen über Vorkommen des Steinkauzes in der Wittenberger Elbaue sicher noch unzureichend ist, bitten wir alle, die Kenntnisse zu ehemaligen Vorkommen von Steinkäuzen in unserer Region haben, uns darüber zu informieren. (Tel. 0340 2206141 bzw. info@mittelelbe-foerderverein.de).


Steckbrief - Steinkauz (Athene noctua)

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