Steinkauz

Neue Lebensräume für den Steinkauz im Biosphärenreservat Mittelelbe

Der Steinkauz war früher eine relativ häufige und verbreitete Vogelart unserer Kulturlandschaft. Heute ist er bei uns in Sachsen-Anhalt kaum noch zu finden und gehört zu den vom Aussterben bedrohten Arten gemäß Roter Liste des Landes.

Die letzten bekannten Beobachtungen in der Wittenberger Region liegen bereits über 30 Jahre zurück. Um herauszufinden, ob und unter welchen Lebensraumbedingungen die kleine Eulenart an der Elbe wieder heimisch werden könnte, hatte der Förder- und Landschaftspflegeverein Biosphärenreservat „Mittelelbe“ e.V.  2012/13 gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Wittenberg, der Biosphärenreservatsverwaltung und den regionalen Ornithologen ein kleines Projekt initiiert, das finanziell u.a. durch das Landesverwaltungsamt Halle (EU- und Landesmittel) und den Landkreis Wittenberg unterstützt wurde.

Auf der Grundlage umfangreicher Recherchen und Voruntersuchungen war zu prüfen und abzuwägen, ob mittel- bis langfristig eine Wiedereinbürgerung des ehemals in der Elbaue vorkommenden Steinkauzes in der Wittenberger Elbauenregion realisierbar ist. Im Ergebnis der Voruntersuchungen wurde ein Konzept für die praktische Umsetzung der Wiederansiedlung des Steinkauzes aufgestellt. Die Zielstellung des Gesamtprojektes bestand im Aufbau einer langfristig lebensfähigen, frei beweglichen Steinkauz-Population im Gebiet.

Da unser Wissen über Vorkommen des Steinkauzes in der Wittenberger Elbaue nach wie vor unzureichend ist, bitten wir alle, die Kenntnisse zu ehemaligen Vorkommen von Steinkäuzen in unserer Region haben, uns darüber zu informieren. (Tel. 0340 2206141 bzw. info@mittelelbe-foerderverein.de).


Steckbrief - Steinkauz (Athene noctua)

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